Ölziehen

Das Ölziehen kommt traditionell aus der indischen Medizin – dem Ayurveda. Hier zu Lande ist die entgiftende Wirkung wohl bekannt, dennoch ist das Ölziehen weitgehendst noch ein Geheimtipp. Durch den Arzt Dr. Karrach wurde das Ölziehen 1990 auch im Westen bekannt. Er konnte große Erfolge im Eigenversuch und durch die Therapie seiner Patienten mit den Ölziehen verzeichnen. Er hatte bei den Versuchen erfahren können, das selbst chronische Erkrankungen durch das Ölziehen geheilt werden können.

Was geschieht beim Ölziehen?

Beim Ölziehen wird Öl – traditionell Sesamöl, 15 Minuten und mehr im Mund hin und hergezogen. Durch die Bewegung vermischt sich der Speichel mit dem Öl und es entsteht eine milchig weiße Emulsion. Diese Emulsion erfasst Bakterien und Krankheitserreger im gesamten Mundraum – bis in die letzten Winkel. Je länger gespült wird desto größer ist auch die Menge an schädlichen Mikroorganismen, die ausgespuckt werden können.

  • Viele Mikroben im Mundbereich werden von einer fetthaltigen Hülle umgeben. Da sich Fett bekanntlich nicht in Wasser (Speichel) löst, können diese Bakterien, Keime, Pilzen und Giftstoffe nicht über den Speichel abtransportiert werden. Beim Ölziehen binden sich die fetthaltigen Hüllen an das Öl. Die Mikroben werden in der Emulsion festgehalten und können beim Ausspucken entsorgt werden.
  • Durch regelmäßiges Ölziehen steigt auch die Speichelproduktion. Durch einen vermehrten Speichelfluss kann der pH-Wert im Mundraum stabilisiert werden. Ein basisches Milieu verhindert das Wachstum von Mikroorganismen im Mund und hält die Zahl der Mikroben im Gleichgewicht.
  • Weiteres wird durch regelmäßiges Ölziehen die gesamte Kopf- und Halsmuskulatur gestärkt. Eine starke Muskulatur in diesem Bereich verbessert den Zu- und Abfluss von Lymphflüssigkeit. Die Lymphe hat die Aufgabe das Gewebe und die Flüssigkeiten im Körper zu Reinigen. Durch einen angeregten Lymphfluss werden nun verstärkt Giftstoffe abtransportiert.  Weiters werden über die Mundschleimhäute Giftstoffe aus dem Körper gezogen, das Abwehrsystem des Körpers wird dadurch enorm entlasten. Somit bewirkt das Ölziehen nicht nur eine Verringerung der toxischen Belastung im Mundraum, sondern im gesamten Körper.
  • Da sich laut der traditionellen ayurvedischen Medizin auf der Zunge unzählige Reflexzonen befinden, wird durch das Ölziehen und der damit verbundenen Zungenbewegung auch ein positiver Effekt auf den ganzen Körper zeigen. Der Zustand der Organe kann sich somit durch entsprechend langer Stimulation maßgebend verbessern.

Was ist zu beachten?

Am Anfang sollte man immer wieder Pausen einlegen – da die Muskulatur diese Bewegung nicht gewöhnt ist, muss sie erst trainiert werden. Im akuten Krankheitsfall wird das Ölziehen 3 x täglich empfohlen, zur Prophylaxe und Mundhygiene reicht es morgens nach dem Aufstehen oder nach dem Frühstück, wem es gefällt kann es zusätzlich auch abends durchführen.
Ein halber oder ganzer Teelöffel ist eine ausreichende Ölmenge, durch Lufteinschlüsse und Speichelfluss vermehrt sich nämlich das Flüssigkeitsvolumen im Mund recht schnell. Die Emulsion unbedingt nach Beendigung ausspucken. Danach den Mundraum mit warmem Wasser ausspülen und wie gewöhnt Zähne putzen. Um aussagekräftige Erfolge zu erzielen, sollte das Ölziehen mindestens 5-6 Wochen praktiziert werden.

Wem Sesamöl nicht schmeckt, kann auch auf Kokosöl zurückgreifen. Dieses ist nicht nur besser im Geschmack, sondern durch spezielle Fettsäuren ist es in der Lage schädliche Mikroorganismen und Pilze anzugreifen und im Wachstum zu hemmen. Zudem soll es die Zähne weißer werden. Beim Kauf immer auf die Qualität achten – das Öl sollte nativ, kaltgepresst und am besten unraffiniert sein.

Viel Spaß beim ausprobieren!

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