Menstruation – Alternative zum Tampon

Tampon – Was sie über ihr Hygieneprodukt wissen sollten

Tampons und Binden sind nicht nur aus ökologischer Sicht problematisch, auch ihre Inhaltsstoffe sind bedenklich. Sie sind oft wahre Chemiebomben über deren Verwendung selten nachgedacht wird. Aber es gibt bereits eine nachhaltige Alternative – die Menstruationstasse!

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht wie viel Müll durch die Verwendung von Tampons, Binden und Co entsteht? Im Schnitt verbraucht eine Frau 15.000 Tampons – das ist eine ziemlich große Menge. Dies ist aber nicht der einzige Grund, warum wir uns über unsere Hygieneprodukte Gedanken machen sollten. Die zusätzlichen Inhaltsstoffe, die durch die Produktion, Verarbeitung und Verpackung in einem Tampon stecken sind äußert bedenklich. Tampons bestehen heutzutage aus industriell hergestellter Viskosewatte (Holz) gemischt mit Baumwolle. Reine Baumwolltampons werden nur noch von Öko-Herstellern produziert. Bei der Produktion von Baumwolle werden Unmengen von synthetischen Pestiziden verwendet, weiters sind 80% der pflanzen gentechnisch verändert. Da diese Pflanzen für Schädlinge sehr attraktiv sind – werden umso mehr Insektizide und Pestizide eingesetzt – darunter auch einige der weltweit giftigsten. Für uns Menschen kann dieser Einsatz zu Allergien, Asthma, Krebs und chronische Krankheiten führen – für die Umwelt bedeutet es hart ausgedrückt den Tod.

Doch nicht nur Pestizide belasten Tampons und Hygieneartikel, sondern auch Bleichmittel. Die chemische Bleichung wird lediglich fürs Auge geschaffen – den ob ein Tampon weiß oder beige oder grau ist, ist im Grunde genommen egal. Im Jahre 2009 fand die Zeitschrift Öko-Test Rückstände von Chemikalien wie Formaldehyd und andere halogenorganische Verbindungen in herkömmlichen Tampons!!

Doch was ist die Alternative???

Keine Sorge es gibt Alternativen. Zum einem gibt es saugfähige und wiederauswaschbare Stoffbinden oder Naturschwämme (in Apotheke oder Online erhältlich), zum anderem gibt es Menstruationstassen.

Die Menstruationstasse besteht aus medizinischen Silikon, kann ausgekocht werden und haltet bis zu 10 Jahren!!! Bei schwacher Blutung kann die Tasse bis zu 12 Stunden ohne Wechseln getragen werden, bei starker Blutung sollte Sie 1-4 mal am Tag gewechselt werden. Da die Tasse ein größeres Fassungsvermögen als ein Tampon hat, kann sich auch länger getragen werden. Durch das Einführen entsteht ein Vakuum, dies macht die Tasse auslaufsicher. Richtig eingeführt ist die Menstruationstasse ein sicherer Begleiter – egal ob beim Sport, Joggen auf Reisen oder in der Nacht. Bei der Anschaffung sollte vor allem auf die richtige Größe und Qualität geachtet werden. Billig-Produkte aus dem Drogeriemarkt sind leider nicht zu empfehlen. Meine Empfehlung ist die Menstruationtasse der Firma LadyCup. Die Tasse sollte auf jedem Fall aus Medizinalsilikon bestehen – das heißt es ist frei von allergieauslösenden Stoffen. Auf Grund der glatten Oberfläche wird die Schleimhaut der Vagina nicht gereizt – dies unterstützt den natürlichen Schutz vor Pilzen und Bakterien. Vor allem bei schmerzhafter Regelblutung kann dies zur Erleichterung führen.

Nun zum Nachteil: Egal wie geschickt man ist beim Herausnehmen werden die Finger „schmutzig“. Frau muss bereit sein sich mit Ihren eigenen Körperflüssigkeiten auseinanderzusetzten. Deshalb sollte der Wechsel am Besten bei einem Waschbecken stattfinden.

Der Umgang:

Planen Sie für die ersten paar Wechsel genügend Zeit ein. Denn der Umgang will geübt sein. Formen Sie den Cup zu einem C (wie im Bild) – führen Sie den Cup ein – kurz drehen bis Sie das Gefühl haben der Cup „aufgegangen“- Hände waschen, fertig. Nach kurzer Zeit werden Sie den Cup nicht mehr spüren. Beim Wechsel den Cup ist es wichtig die Beckenmuskulatur zu entspannen, durch das Vakuum sitzt der Cup sehr gut. Also keine Panik – einfach langsam und mit Gefühl herausziehen. Danach den Cup unter fließend Wasser reinigen – dies ist hygienischer und erleichtert das Wiedereinfrühren.