Häufige Fragen

Aromatherapie und ätherische Öle

Was ist Aromatherapie?

Als Aromatherapie bezeichnet man die Anwendung von natürlichen ätherischen Ölen zur Erhaltung der körperlichen und mentalen Gesundheit. Mündlichen Überlieferungen zufolge wurden Duftstoffe bereits vor mehr als 4.000 Jahren angewandt. Der Begriff „Aromatherapie“ wurde vom Chemiker Rene Gattefossé Anfang des 20. Jahrhunderts geprägt, der die Wirkung der Öle neu entdeckt hatte.

Heute erfreut sich die Aromatherapie steigender Beliebtheit. Sie wird als Teil der Phytotherapie vor allem in der Krankenpflege angewandt. Der Mensch wird dabei als Einheit von Körper, Seele und Geist gesehen. Man bedient sich somit eines holistischen Ansatzes, der auf die reine Symptombehandlung verzichtet.

Für wen ist Aromatherapie geeignet?

Vom Kind bis zum alten Menschen kann die Aromatherapie für alle Altersstufen angewendet werden. Aromatherapie lässt sich gut mit der klassischen Schulmedizin sowie mit den meisten anderen ganzheitlichen Behandlungsformen kombinieren.

Was ist ein ätherisches Öl?

Ein ätherisches Öl ist ein aus verschiedenen chemischen Verbindungen bestehendes Vielstoffgemisch. Es wird im sekundären Pflanzenstoffwechsel in verschiedenen Pflanzenteilen produziert. Ätherische Öle dienen den Pflanzen als Schutz vor Fressfeinden, zur Kommunikation, zur Fortpflanzung, zum Schutz vor UV-Strahlen und für vieles mehr.

Im Gegensatz zu den Bachblüten ist das Wissen um die duftenden Stoffe schon seit Jahrtausenden bekannt. Bereits vor mehr als 4.000 Jahren nutzten die Menschen aromatische Pflanzen, Hölzer und Harze für verschiedensten Zwecke – nicht nur zur Heilung und Pflege, sondern auch für heilige Zeremonien und zur Reinigung. Die Bandbreite der Aromatherapie ist bis heute sehr umfangreich.

Wie wirken ätherische Öle?

Ätherische Öle wirken ganzheitlich – einerseits körperlich über die Haut oder Schleimhaut, andererseits über den Geruchssinn auf das limbische System und somit auf das vegetative und zentrale Nervensystem. Die Öle können also eine positive Wirkung auf unsere Gefühle und Emotionen haben. Bereits nach wenigen Minuten lassen sich die Duftstoffe im Blut nachweisen, und nach 50 bis 120 Minuten sogar in der Atemluft.
Ätherische Öle haben ein sehr breites Anwendungsspektrum. Je nach chemischer Zusammensetzung wirken sie unter anderem

  • immunmodulierend,
  • hautpflegend und -regenerierend,
  • antimykotisch (gegen Pilzbefall) , -viral, -bakteriell,
  • antiseptisch (indem sie das Wachstum der Keime verhindern),
  • sekretolytisch, -motorisch (verdünnen und mobilisieren Schleim),
  • hämolysefördernd (rascheres Auflösen von blauen Flecken),
  • verdauungsfördernd,
  • entblähend, entkrampfend,
  • gefäß- und muskelwirksam,
  • fördernd auf den Lymphfluss ,
  • hormonmodulierend, aphrodisierend,
  • belebend, beruhigend und ausgleichend,
  • konzentrationsfördernd,
  • nervensystemregulierend sowie
  • antidepressiv, anxiolytisch (angstlösend).

Ätherische Öle können zur körperlichen und energetischen Ausgewogenheit beitragen. Sie ersetzen jedoch nicht die Diagnose und Behandlung durch den Arzt bei körperlichen Beschwerden oder Krankheiten!

Wie erkennt man ein qualitativ hochwertiges Öl?

Ich empfehle für jegliche Anwendung auf naturreine ätherische Öle zurückzugreifen. Folgende Informationen sollten auf dem Etikett Ihrer Flasche stehen:

  • Pflanzenname in der jeweiligen Landessprache
  • Botanische Bezeichnung
  • Reinheit, (natur-)reines ätherisches Öl, kein Wildwuchs
  • Herkunft
  • Haltbarkeit
  • Chargen-Nr.
  • Füllmenge
  • Pflanzenteil (z.B. Angelikawurzel oder –samen)
  • Gewinnungsverfahren

Es gibt verschiedene Chemotypen und Arten einer Pflanze. Die genaue Bezeichnung (botanischer Name) ist sehr wichtig, da verschiedene Arten unterschiedliche Wirkungen und Eigenschaften aufweisen. So ist z.B. Eucalytpus globulus für Kinder nicht geeignet, Ecualyptus citroidea aber ein beliebtes Kinderöl bei Erkältungen.

Wie wendet man ätherische Öle richtig an?

Ätherische Öle (bzw. Aromaöle) können sehr vielfältig angewendet werden – als einfacher Raumduft, über Wickel, Körperöle, Badezusätze und Inhalierstifte bis hin zur tatsächlichen Einnahme. Letztere sollte jedoch ausschließlich unter ärztlicher Behandlung und Kontrolle erfolgen.

Ätherische Öle sind hochkonzentriert und nicht für die pure Anwendung gedacht. Für Laien gilt es, eine Mischung von 0,5 bis 1 % nicht zu überschreiten. Einzig und allein Lavendelöl ist bei diversen Anliegen zur puren Anwendung vorgesehen.

Sollten Sie Fragen zur Anwendung ätherischer Öle haben, wenden Sie sich an Ihren Aromafachberater oder nutzen Sie einschlägige Fachliteratur.

Was muss man bei der Anwendung bei Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern beachten?

Der Geruchssinn des Neugeborenen ist sehr ausgeprägt und sollte deshalb nicht irritiert werden. In den ersten Monaten sollte das Kind ausschließlich mit dem Duft der Eltern und dem seiner direkten Umgebung konfrontiert werden. Auch Babypflegeprodukte sollten duftfrei und vor allem mineralölfrei sein.

Wenn Sie dennoch eine Aromatherapie anwenden möchten, kann ich Ihnen dafür die u.a. Öle empfehlen. Zum Beispiel im Rahmen einer wohltuenden Bauchmassage oder einer entspannenden Massage der Beinchen bei Unruhe. Ebenfalls zu empfehlen sind Hydrolate. Diese enthalten nur einen geringen Anteil an ätherischen Ölen und wirken sehr sanft, z.B. Rosenhydrolat bei Windeldermatitis oder zur Nabelpflege. Eine weitere Möglichkeit der Anwendung bieten naturreine, fette Öle, wie Mandelöl. Wen Sie sich mit diesem Thema genauer auseinandersetzen wollen, möchte ich Ihnen folgende Literatur ans Herz legen: Ingeborg Stadelmann, Aromatherapie von der Schwangerschaft bis zur Stillzeit; sowie Ingrid Kleindienst-Jost, SOS Hustenzwerg – ätherische Öle und Kräuter für Kinder von 0–12.

Gut verträgliche Öle für Kinder von 0-1 Jahren:

  • Lavendel fein
  • Kamille Römisch
  • Benzoe Siam
  • Vanille
  • Mandarine Rot
  • Rose
  • Ho-Blätter
  • Fenchel
  • Anis (nur zum Einreiben des Bauchs)

Gut verträgliche Öle für Kinder von 1–3 Jahren:

  • Cajeput
  • Karottensamen
  • Zeder
  • Bergamotteminze
  • Eukalyptus Staigeriana
  • Thymian Linalool
  • Manuka

Gut verträgliche Öle für Kinder von 3–6 Jahren:

  • Ravintsara
  • Eukalyptus Radiata
  • Angelikawurzel
  • Fichtennadel
  • Zirbelkiefer
  • Litsea

Gut verträgliche Öle für Kinder von 6–10 Jahren:

  • Pfefferminze
  • Weihrauch
  • Bergamotte

Maximale Dosierung

  • bis 1 Jahr > 0,1–0,5 %
  • 1–3 Jahre > 0,5–1 %
  • 3–6 Jahre >1–1,5 %
  • 6–10 Jahre > 1,5–2 %

Tipp:
Beträufeln Sie ein Lieblingsstofftier Ihres Kindes mit einem Tropfen Mandarine-, Vanille- oder Lavendelöl. Das macht Ihrem kleinen Liebling Lust aufs Kuscheln.

Bitte verwenden Sie ausschließlich 100 % naturreine, ätherische Öle. Achten Sie darauf, dass die Essenzen nicht pur mit den Augen oder Schleimhäuten in Berührung kommen. Bewahren Sie die ätherischen Öle dunkel, nicht zu warm und vor allem kindersicher auf.

Ätherische Öle und Schwangerschaft

Folgende ätherische Öle gelten als menstruationsfördernd, weshalb sie von Schwangeren nicht verwendet werden sollten:

  • Schafgarbe
  • Fenchel
  • Niaouli
  • Muskat
  • Anis
  • Salbei
  • Muskatellersalbei
  • Vetiver

Ebenso sollten Schwangere auf diese Wehen auslösenden ätherischen Öle verzichten:

  • Zimt
  • Fenchel
  • Zitronenverbene
  • Pfefferminze
  • Muskat
  • Anis
  • Gewürznelke

Ansonsten ist die Anwendung von ätherischen Ölen in der Schwangerschaft durchaus sehr zu empfehlen. Etwa zur Pflege der Haut, um Schwangerschaftstreifen zu vermeiden, als Mischungen bei schmerzenden Beinen oder Wohlfühlmischungen. Außerdem wirken Öle, die bereits in der Schwangerschaft angewendet wurden, besonders gut bei Neugeborenen. Wenn Sie am Abend eine Fußeinreibung mit Lavendelöl zur Unterstützung eines guten Schlafs gemacht haben, wird auch Ihr Kind bei Unruhe und Schlafproblemen positiv darauf reagieren.

Literaturhinweis: Ingeborg Stadelmann, Aromatherapie von der Schwangerschaft bis zur Stillzeit.

Wie ist die Verträglichkeit von ätherischen Ölen?

Vor der Anwendung eines ätherischen Öls sollten Sie sich über dessen Wirkung und Verträglichkeit informieren.

Es gibt Öle, die hautreizend wirken können und mit besonderer Vorsicht und in hoher Verdünnung angewandt werden müssen, wie zum Beispiel Zimtrinde, Gewürznelke oder Oregano. Weiters gibt es Öle die menstruationsfördernd und wehenauslösend wirken und bei einer bestehenden Schwangerschaft gemieden werden sollten, wie zum Beispiel Fenchel, Muskat, Anis.

Bei hormonabhängigen Karzinomen (wie Brust- oder Prostatakarzinom) sollte man hormonartig wirkende ätherische Öle wie Angelikawurzel, Salbei oder Fenchel vermeiden. Bei Bluthoch- oder -niederdruck muss auf Öle geachtet werden, die auf das Herzkreislaufsystem wirken, wie Rosmarin, Ysop oder Ylang-Ylang. Und bei zusätzlicher Einnahme von blutverdünnenden Mitteln sollte man auf ätherische Öle mit hohem Eugenolgehalt, wie Nelkenknospen, Zimtblätter oder Bay, verzichten.

Dies sind nur Beispiele und keine vollständigen Auflistungen der zu beachtenden Wirkungen. Bitte informieren Sie sich vor Anwendung der Öle stets bei Ihrem Aromafachberater bzw. anhand entsprechender Literatur.

Noch ein Tipp: Allergikern ist ein Hauttest im Bereich der Elle zu empfehlen. Bei etwaigen Reaktionen sollten Reste des ätherischen Öls mit reichlich fettem Öl entfernt werden.

Wie lange halten ätherische Öle?

Die Haltbarkeit ätherischer Öle ist unterschiedlich. Hier Angaben nach Eliane Zimmermann aus dem Buch „Aromatherapie“:

  • Teebaumöl 1/2 Jahr
  • Zitrusschalenöle (bis auf Bergamotte) 1 Jahr (Zitrone und Grapefruit ev. etwas länger)
  • Nadelöle 1 1/2 Jahre
  • Zitrusartig duftende Öle (Lemongrass, Litsea, Melisse) 2 Jahre
  • Eukalyptusartig duftende Öle (Cajeput, Myrte) 2–3 Jahre
  • Kräuteröle (Basilikum, Minze, Rosmarin) 3–4 Jahre
  • Herbe Harze (Weihrauch, Galbanum) 3–4 Jahre
  • Vanillig-balsamische Harze (Benzoe, Tolu, Styrax) 5–6 Jahre
  • Blütenöle 5–10 Jahre
  • Holzöle (Adlerholz, Sandelholz), schwere Düfte (Patchouli, Vetiver) bis zu 10 Jahre, beste Qualitäten auch länger

Erste Hilfe bei unerwünschten Reaktionen

  • Bei versehentlichem Verschlucken
    Fettes Öl einnehmen, um das ätherische Öl zu verdünnen. Kein Erbrechen herbeiführen, da dies die Speiseröhre erneut reizt. Bei Verschlucken von größeren Mengen sofort die Giftzentrale (Österreich) 01/4064343 verständigen.
  • Überdosierung auf der Haut
    Fettes Öl auf die betroffene Stelle auftragen und das ätherische Öl damit verdünnen.
  • Rauschzustände
    Viel frische Luft und Bewegung.
  • Photosensibilität
    Einige Öle verstärken die Wirkung von UV-Strahlen auf der Haut. Dies kann zu Hautreizungen und bei regelmäßiger Anwendung zur Hyperpigmentierung (braunen Flecken) führen. Bei Hautreizung mit Lavendelhydrolat, Lavendelöl oder Lavendelmazerat in Kokosöl behandeln.
  • Ätherische Öle in den Augen
    Bei Kontakt mit den Augen, diese sofort unter fließendem Wasser reinigen und den Arzt aufsuchen.

Was sind Hydrolate?

Ein Hydrolat entsteht als Nebenprodukt bei der Wasser- oder Wasserdampfdestillation von Duft- und Heilpflanzen. Während der Destillation reichert sich das Wasser mit wasserlöslichen Molekülen und einem geringen Anteil ätherischer Öle an. Bei der Gewinnung von Hydrolaten müssen einige Standards eingehalten werden. Aus diesem Grund sind viele Hydrolate nicht für die Weiterverwendung geeignet und müssen als Abfallprodukte entsorgt werden.

Da die Haltbarkeit von Hydrolaten umstritten ist, wird diesen vielfach Alkohol zugesetzt. Das kann jedoch zu einer Reizung und Austrocknung der Haut führen, weshalb solche Hydrolate ebenfalls für die Aromatherapie ungeeignet sind. Wenn Sie bezüglich der Haltbarkeit nicht sicher sind, können Sie das Hydrolat mit einem pH-Teststreifen kontrollieren. Ein neutraler bis leicht saurer pH-Wert ist unbedenklich.

Ein Tipp: Sprühen Sie morgens und abends Rosenhydrolat auf das gereinigte Gesicht auf. Das verfeinert das Hautbild und duftet wunderbar zart nach Rose.

Was ist ein Mazerat?

Ein Mazerat ist ein Pflanzenauszug in Öl. Leichtflüchtige und instabile Inhaltsstoffe der Pflanzen lösen sich in der Trägersubstanz und gehen in die Flüssigkeit – in dem Fall Öl – über. Solche Mazerate kann man schnell und einfach selbst herstellen. Besonders beliebt: das vielseitige Johanniskraut-Öl, das vor allem bei rheumatischen Erkrankungen gerne auf schmerzende Stellen aufgebracht wird.

Literaturhinweis: Nützliches über Pflanzenöle und Mazerate finden Sie in dem Buch „Pflanzenöle“ von Ruth von Braunschweig.

Was sind fette Öle?

Öle und Fette sind Stoffwechselprodukte der Pflanze, die im Primärstoffwechsel gebildet werden und der Pflanze als Energiespeicher dienen. Fette Öle sind vor allem in Samen, Nüssen und Keimlingen enthalten. Dabei unterscheidet man zwischen Basisölen und Wirkstoffölen. Basisöle dienen vor allem der Hautpflege und können pur angewendet werden. Wirkstofföle haben einen hohen Anteil an Fettbegleitstoffen und neben einer hautnährenden auch noch andere Wirkungen (u.a. schmerzstillend, entzündungshemmend). Sie werden meist in Mischungen eingearbeitet. Fette und Öle sind auch für die innerliche Anwendung geeignet. So wird zum Beispiel Schwarzkümmelöl gerne im Rahmen von Herbstkuren zur Stärkung des Immunsystems genutzt.

In der Aromatherapie werden diese Fette und Öle als Trägerstoffe zum Auftragen auf die Haut und Schleimhaut sowie zur innerlichen Einnahme verwendet. Dazu sind sie beliebt für die Pflege der Haut sowie Körperanwendungen.

Weiterführende Literatur: Ruth von Braunschweig, Pflanzenöle.

Was ist bei der Auswahl von fetten Ölen zu beachten?

Das schonendste Verfahren zur Gewinnung fetter Öle ist die mechanische Kaltpressung (bis 60 °C). Die Ausbeute ist zwar geringer als bei der Warmpressung, die Qualität dafür umso höher. Bei der Warmpressung entstehen gesundheitsschädliche Verbindungen, die durch Raffination mit chemischen Mitteln entfernt werden, wodurch ein geruchs- und geschmacksneutrales Öl entsteht.

Bachblüten

Was sind Bachblüten

Bachblüten sind wässrige Pflanzenauszüge aus 37 verschiedenen Blüten wild wachsender Pflanzen, die von Dr. Edward Bach erforscht wurden. Als achtunddreißigste Bachblüte gilt Rockwater, eine Essenz aus reinem Quellwasser. Die Pflanzen werden nach exakten Vorgaben von Dr. Bach gesammelt und aufbereitet, ihre Auszüge in Brandy konserviert und in Vorratsflaschen gefüllt. Für die Anwendung werden die Bachblüten nach bestimmten Richtlinien verdünnt und kombiniert.

Wie wirken Bachblüten?

Bachblüten wirken auf energetischer Ebene. Auf Grundlage des Resonanzgesetzes („Gleiches zieht Gleiches an“) verändert die Bachblütenschwingung die Schwingung des Körpers und kann Disharmonien wieder ins Gleichgewicht bringen. Jede Pflanze hat ihren eigenen Schwingungsbereich und wirkt daher jeweils anders auf den energetischen Körper. Wird eine Essenz nicht benötigt, so geht der Energiekörper auch nicht in Resonanz. Die Bachblütentherapie bietet dem Körper somit eine dem Seelenzustand angepasste Unterstützung und bewirkt eine „seelische Gesundheitsvorsorge und -fürsorge“.

Wie nimmt man Bachblüten ein?

Bei akuten Krisen: Wasserglasmethode

  • Jeweils 2 Tropfen aus der Stockbottle in 200 ml Wasser geben (Rescuetropfen: 4 Tropfen) und über ein paar Stunden schluckweise trinken
  • Oder minütlich trinken bis Besserung eintritt, danach alle 15 Minuten

Ansonsten erfolgt die Einnahme aus der persönlich erstellten Einnahmeflasche: 4 x 4 Tropfen täglich. Die Dauer der Einnahme richtet sich nach den individuellen Problemen.

Was mache ich, wenn ich die Tropfen vergessen habe?

Die Anwendung ist vollkommen nebenwirkungsfrei. Wenn Sie die Einnahme einmal vergessen haben, danach einfach wie gewohnt weiternehmen. Wenn einem die Mischung gut tut, vergisst man aber in der Regel ohnehin nicht darauf.

Wann verwende ich Notfalltropfen?

Notfalltropfen sind sehr vielseitig in der Anwendung: Sie können bei plötzlich eintretenden, außergewöhnlichen Ereignissen, bei kleinen oder großen Sorgen, bei schwerem Leid, bei unerwarteten schlechten Nachrichten, nach einem Unfall, bei Verbrennungen, aber auch bei übergroßer Freude oder einem kleinen Schnitt in den Finger eingenommen werden.
In akuten Fällen erfolgt die Einnahme über die Wasserglasmethode bis Besserung eintritt.
Notfalltropfen sollten nicht eingenommen werden bei

  • Zahnarztbesuchen (das sind konkrete Ängste – Bachblüte Mimulus) bzw.
  • Angst vor Operationen (kann die Wirkung der Narkose beeinflussen), Bewerbungsgesprächen etc.

Wenn Sie bezüglich der Anwendung Ihrer Bachblüten unsicher sind, wenden Sie sich an Ihren Bachblütenberater.

Was mache ich, wenn mein Kind die Bachblüten nicht mehr nehmen will?

Kinder wissen meist intuitiv, wann eine Mischung nicht mehr passt. Vertrauen Sie Ihrem Kind. Es kann sein, dass sich der Gemütszustand positiv verändert hat oder die Mischung aus einem anderen Grund angepasst werden muss.

Grenzen der Bachblüten

Mit Bachblüten werden keine Krankheiten behandelt und sie ersetzen auch keine ärztliche Hilfe. Bachblüten sind keine Arzneimittel und haben keine direkte körperliche Wirkung. Die Beratung ersetzt weder eine Psychotherapie noch ein entsprechendes Coaching. Ein Bachblütengespräch dient auch nicht der Diagnoseerstellung, weder in körperlicher noch in psychischer Hinsicht.

Was mache ich, wenn keine Veränderung eintritt?

Gemütszustände, die sich seit Jahren entwickelt haben, brauchen oft länger bis sie abklingen. Eventuell wurde auch ein Zustand übersehen und es sind weitere Therapieebenen nötig.

Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrem Bachblütenberater.

Wie lange soll man Bachblüten einnehmen?

Akute Probleme lösen sich in wenigen Minuten bis mehreren Tagen auf. Bei chronischen Problemen ist die Dauer der Einnahme ganz individuell. Als Faustregel gilt: So viele Jahre, wie es kommt, so viele Monate dauert es, bis es geht.

Warum muss ich öfters zur Beratung kommen?

Eine Sitzung von 90 bis 120 Minuten reicht nicht aus, um einen Menschen und seine Anliegen wirklich zu erkennen und zu verstehen. Oft kristallisieren sich einige Probleme erst nach Einnahme der ersten Mischung heraus. Wie bei einer Zwiebel tastet man sich in den Sitzungen langsam und systematisch an tiefere Gemütszustände heran. Das Verabreichen einer wahllos zusammengestellten Mischung hätte keinen positiven Therapieeffekt und könnte zur Verschlechterung von Gemütszuständen führen.

Wie lange halten Bachblüten?

Die Mischungen halten solange wie die Trägersubstanz. Im Normalfall sind das vier Wochen. Sollten Trübungen oder Veränderungen der Konsistenz sichtbar sein, lassen Sie sich eine neue Mischung anfertigen.

Einnahme von Bachblüten bei Kindern

Die Einnahme bei Kindern erfolgt gleich wie bei Erwachsenen. Als Trägersubstanz wird jedoch Wasser benutzt.

Säuglingen können die Essenzen auf den Schnuller oder auf die Lippe geträufelt werden. Das Einmischen der Essenz in einen Saft ist nicht empfehlenswert. Das Kind soll wissen, dass es Tropfen erhält, die ihm helfen, sich besser zu fühlen.